DR. BRIGITTE TRAENCKNER • Tierklinik Hattersheim • Birkenhof 2 • 65795 Hattersheim • 0171 / 1 27 86 76 • Fax 06082 / 92 90 23 • TCM@tiere-akupunktur.de
Dr.BrigitteTraenckner, Tierarzt, Praxis für Akupunktur, Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin und Osteopathie, Tierarztpraxis und Heilpraktikerin, TCM, Akupunktur, Osteopathie, Tierarzt- und Heilpraktiker- Praxis Idstein
Heilpraktikerin, Heilpraktiker-Praxis, Idstein
Pferdeakupunktur, Osteopathie, TCM, Chinesische Medizin für Pferde
Kleintier-Akupunktur, Hundeakupunktur,Katzenakupunktur, TCM, Goldakupunktur
Dr.BrigitteTraenckner, Tierarzt, Praxis für Akupunktur, Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin und Osteopathie, Tierarztpraxis und Heilpraktikerin, TCM, Akupunktur, Osteopathie, Tierarzt- und Heilpraktiker- Praxis

Häufige Fragen zur Traditionellen Chinesischen Medizin

1. Wie funktioniert Chinesische Medizin/CM ?
2. Was ist Gesundheit?
3. Was ist Krankheit?
4. Diagnosestellung nach Chinesischen Kriterien
5. Gleichzeitige Anwendung von CM und Schulmedizin?
6. Was ist komplementäre Medizin?
7. Wie sieht eine Chinesische Therapie aus? Wie wirkt sie?
8. Welche Tiere kann man mit Akupunktur behandeln?
9. Welche Erkrankungen eignen sich für die Anwendung der Chinesischen Medizin ?
10. Welche Grenzen hat die Chinesische Medizin?
11. Wie geht die Behandlung vor sich?
12. Welche Nebenwirkungen können auftreten?
13. Wie lange und wie häufig ist eine Behandlung mit Chinesischer Medizin notwendig?
14. Akupunktur und Operationen
15. Literatur- und Websiteempfehlungen für Tierhalter

Häufige Fragen zur Goldakupunktur

1. Golddrahtimplantation/Goldakupunktur. Wie-Was-Wof?r? Was ist eine Golddrahtimplantation?
2. M?gliche Komplikationen?
3. Bei welchen Tieren k?nnte eine Golddrahtimplantation hilfreich sein?

Ich habe absichtlich auf eine detailliertere Darstellung einzelner Zusammenh?nge der Chinesischen Medizin verzichtet, da der Interessierte dies in der Bibliotheken f?llenden Fach- oder Popul?rliteratur finden kann. Dies w?rde zudem den Rahmen dieser Website sprengen. Soweit es mir n?tig erschien, tiefer in die Materie einzugehen, finden Sie diese als Anmerkung in kursiver Schrift.



1. Wie funktioniert Chinesische Medizin ?

In Tausenden von Jahren wurden Symptome und diagnostische Zeichen unzähliger Patienten von kundigen chinesischen Ärzten und Heilern erkannt und gesammelt, um dann in der Rückschau zu sogenannten Syndrom Mustern aufgeschlüsselt zu werden.

Die verfügbare Literatur der Chinesische Medizin reicht von 1766 vor Christus bis heute. Die meisten Werke sind jedoch nicht in westliche Sprachen übersetzt. Wesentliches Charakteristikum der Chinesische Medizin ist, dass ihre theoretischen und empirischen Grundlagen immer wieder überprüft wurden, um neuere Erkenntnisse in das bestehende System zu integrieren und es damit entsprechend zu verändern, bzw. zu vervollständigen.

Dabei wird der Patient, sowohl hinsichtlich der Diagnose als auch der Therapie als eine Einheit von Körper, Seele und Geist in Wechselbeziehung zu Umwelt und Natur betrachtet. Da jedes Individuum sich durch seine eigene psychische und physische Konstitution (die darüber hinaus einem permanenten Wandel unterliegt) auszeichnet, wird der Patient innerhalb des ihm entsprechenden Syndrom-Musters seinen individuellen Platz einnehmen. Damit kann dann eine auf ihn persönlich zugeschnittene Therapie erfolgen.
Die Syndrom-Muster decken sich nur teilweise mit den Krankheitsbildern der im 19. Jahrhundert aufstrebenden, auf Anatomie basierenden Schulmedizin. Die moderne Medizin benötigt zur Diagnose meßbare, offensichtliche Veränderungen des Körpers oder seiner Funktionen, um zu einer Diagnose zu kommen. In der CM genügen meist einige diagnostische Zeichen oder Symptome, um eine Erkrankung im Vorfeld zu erkennen, in Syndrom-Muster einzuordnen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.


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2. Was ist Gesundheit?

Gesundheit bedeutet die völlige Harmonie aller körperlichen und geistigen Funktionen. Sie stellt ein dynamisches Gleichgewicht dar, welches sich an viele innere und äußere Veränderungen anpasst. Der Körper befindet sich sozusagen in einem Fließgleichgewicht, das ständig mit Austausch und Balance beschäftigt ist.

Seine perfekte Darstellung findet dieser Zustand im Symbol der Monade : Tai Ji = das höchste Prinzip, welches Yin und Yang in ihrem sich fortlaufend verändernden Gleichgewicht symbolisiert. Das dunkle Yin und das helle Yang befinden sich in permanenter gegenseitiger Ergänzung und gegenseitigem Hervorbringen. Sie sind in ihrem Dasein voneinander abhängig und enthalten den Keim des anderen auch dann wenn sie in ihrer größten Ausdehnung vorhanden sind (deshalb der kleine Punkt im Inneren des großen weißen/schwarzen Teil der Monade). Ein lebensbezogenes Bild liefert die Entwicklung der Jahreszeiten, Tag und Nacht, Geburt und Tod, essen und ausscheiden, einatmen und ausatmen, wärmen und kühlen, d.h. das Geben und Nehmen auf allen Gebieten.


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3. Was ist Krankheit?

Krankheit entsteht, wenn die Harmonie der körperlichen und/oder geistigen Funktionen gestört ist.

Folgende Kategorien gelten als krank machend: Angeborene Konstitution, emotionaler und geistiger Zustand, Ernährungsqualität und -quantität, Umweltfaktoren (klimatische oder auch Folgen unserer heutigen Lebensumstände: z.B. Heizung, Luftverschmutzung), körperliche oder seelische Traumata, Drogen ( unter Droge ist alles zu verstehen was dem Körper in unvernünftigem Maße zugeführt wird, angefangen bei Tee/Kaffee, Nikotin, Zucker über Alkohol zu Heroin; Medikamentenabusus ; aber auch Fernseh- oder Computerjunkies fallen in diese Kategorie).


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4. Diagnosestellung nach Chinesischen Kriterien:

Der/die Arzt/in ist immer am "heutigen" Zustand interessiert, sammelt alle derzeit vorhandenen Puzzleteilchen eines Individuum zu einem möglichst vollständigen Bild. Daraus ergibt sich ein aktuelles Gesamtbild, welches alle derzeit nicht im Gleichgewicht befindlichen Anteile des Individuums zu erfassen sucht. Der Körper des Patienten gilt dabei als subjektives Maß, indem er seine Beschwerden äußert.

Ein Mensch wird befragt, wie sich seine Symptome äußern, ein Tier zeigt beispielsweise eine Lahmheit, oder sein Besitzer gibt Auskunft über seine Beobachtungen, wie z.B. verzögertes Aufstehen eines Hundes oder Kotabsatzstörungen eines Pferdes, während es geritten wird. Wichtig sind auch Temperaturempfinden, Schweißbildung, Qualität und Dauer des Schlafes, Durst, Hunger, Ausscheidungen, Menstruatuion/Rosse/Läufigkeit, Witterungseinflüsse usw. Frühere Erkrankungen, Familienerkrankungen, Schockerlebnisse usw.

Als objektives Maß werden die 5 Sinne des Therapeuten herangezogen:
sehen, riechen, schmecken, hören, fühlen.

Allgemeiner Ausdruck und Auftreten, Begutachten von Haut, Haaren, Hufen/Krallen/Nägeln, Erfassen von Klängen der Stimme, des Hustens, Ertasten empfindlicher Stellen an der Körperoberfläche, Wahrnehmung von Temperatur usw.

Wesentliche diagnostische Kriterien sind das ausführliche Betrachten der Zunge und das noch ausführlichere Ertasten des Pulses. Beides läßt in besonders spezifischer Weise Rückschlüsse auf den Zustand des Patienten zu.

Die Zunge gibt Aufschluß durch Farbe und Beschaffenheit ihres Belages, Form, Farbe und Beweglichkeit ihres Körpers über Lokalisation, Tiefe und Modalitäten der Erkrankung. Der Puls wird beim Menschen klassisch an jedem Handgelenk in 3 verschiedenen Positionen und jeweils 3 Ebenen ertastet, die den 12 Hauptorganen zugeordnet sind. Das sind 2x3x3 Pulstaststellen. Jeder Stelle können bis zu 31 verschiedenen Qualitäten zugeordnet werden. Qualitäten sind z.B. Frequenz, Stärke, Breite, Länge und verschiedene Ausdrucksformen.

Beides zu benutzen zeichnet einen Arzt für Chinesische Medizin insofern aus, dass es als ein verlässliches Zeichen für eine intensive, längeranhaltende und fundierte Auseinandersetzung mit den Inhalten der Chinesischen Medizin zu werten ist. Beherrscht er diese Kunst, so hat man es mit einem Meister seiner Zunft zu tun.
All diese Kriterien werden im Verlauf der Gesamtbehandlung, aber auch vor und nach jeder einzelnen Behandlung erfaßt, da der Körper als dynamisches, ständig im Wandel befindliches System, stets den aktuellen Zustand und damit auch den Erfolg der einzelnen Behandlung widerspiegelt. Der Therapeut sieht also den Patienten, nicht anatomisch wie im Westen, sondern als eine Black Box - eine Schachtel mit unbekanntem Inhalt - die durch die Befragung und Untersuchung Informationen an ihn herausgibt.


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5. Gleichzeitige Anwendung von CM und Schulmedizin?

Dem steht nichts entgegen, denn wünschenswert ist doch, dass die positiven Aspekte beider Therapieformen dem Patienten in sinnvoller Kombination helfen.
Diese sogenannte komplementäre Medizin ist zum Beispiel in der Lage, die unangenehmen, ja gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen einer Chemo- oder Radiotherapie im Rahmen einer Krebstherapie zu lindern.
Komplementäre Medizin bedeutet „die Schulmedizin ergänzende Verfahren“. Ich finde diesen Begriff besser als Alternative Medizin, da die ganzheitlichen Heilverfahren die Schulmedizin nicht ersetzen sollen – denn das können sie in vielen Fällen nicht .
So können durchaus Nebenwirkungen von lang anhaltenden chemischen Schmerztherapien durch parallele Behandlung mit Chinesischen Kräutern oder Akupunktur reduziert werden. In manchen Fällen der Schmerztherapie können Medikamente sogar abgesetzt werden.

Hinsichtlich der Diagnose angesichts eines Chinesischen Arztes ist es sogar wichtig, die gewohnten Medikamente einzunehmen, da sie ja Teil des komplizierten Netzwerkes Körper geworden sind, Teil des täglichen Lebens, das unser Körper und unsere Seele zu bewältigen haben.


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6. Was ist komplementäre Medizin?

Mit Komplementärer Medizin werden all die Heilverfahren bezeichnet, die ergänzend zur klassischen Medizin eingesetzt werden können. Sie entspringen in der Regel uralten medizinischen Traditionen, wie z.B. der seit Jahrtausenden bewährten Chinesischen Medizin, den seit Menschen gedenken verwendeten manuellen Therapien, oder der traditionellen Pflanzenheilkunde.
Andere Bezeichnungen für komplementäre Medizin sind „Alternative oder Ganzheitliche Medizin“. Meines Erachtens ist die Bezeichnungen „Alternative Medizin“ nicht gut, da man daraus lesen könnte, nur die eine oder die andere Therapieform sei richtig. Die komplementären Heilverfahren können die klassische Medizin in vielen Bereichen nicht ersetzen. Die Gabe von Antibiotika, Kortisonen, Bronchospasmolytika (Bronchial erweiternde Medikamente) sowie Operationen sind oft akut lebensrettend und durch nichts zu ersetzen.
Sie haben ihre Daseinsberechtigung nicht als Alternative, d.h. nicht als entweder Schulmedizin – oder Ganzheitliche Therapie, sondern sollten zum Wohle des Patienten gleichsinnig eingesetzt werden.

„Ganzheitliche Medizin“ ist ein treffender Begriff, wird aber in der Regel gleichbedeutend mit „Alternativer Medizin“ eingesetzt.


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7. Wie sieht eine Chinesische Therapie aus? Wie wirkt sie?

Die Chinesische Medizin, als ganzheitliches Konzept, beinhaltet eine Reihe von Verfahren: Ernährungstherapie, Bewegungstherapien wie Tai Ji Quan und Qi Gong (auch als Atemtherapie), Massageformen wie Tuina und Anmo, Kräutermedizin (in China etwa 80% aller Therapien), Akupunktur und Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten mittel eines speziellen Beifußkrautes). Zu allem gehört natürlich auch ein geordnetes, dem natürlichen Biorhytmus sowie seinen sozialen Bedürfnissen angepaßtes Leben.
Bei der Akupunktur speziell werden feine Nadeln an ausgewählten Punkten durch die Haut oder tiefer gelegene Schichten vorgeschoben und dort in einer der Erkrankung und dem Individuum angemessenen Weise stimuliert. Dabei wird die Ausschüttung verschiedener körpereigener Stoffe angeregt, die wiederum Reaktionen des Körpers auf verschiedenen Ebenen und Stellen des Körpers auslösen. Das unwillkürliche Nervensystem, Botenstoffe, hormonelle Mechanismen und viele andere an der Regulation des Körpers beteiligte Stoffe helfen dem Körper, angeregt durch die Stimulation der Nadel, sich wieder seinem energetischen Gleichgewicht zu nähern. Traditionell versteht man in der Chinesischen Medizin unter Akupunktur die Regulation des Flusses der Lebensenergie "Qi", die in den Leitbahnen, auch Meridiane genannt, den Körper durchströmt. Mittlerweile kann man den Qi Fluss in den Meridianen mittels Photonenkameras sichtbar machen.

Die CM ist eine Form der Regulationsmedizin, denn mit der Regulation der Qi werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Leitbahnen sind ein energetisches Netzwerk im Körper, welches die Akupunkturpunkte und die Organe miteinander verbindet. Ein anderes Wort dafür ist Meridiansystem. In ihm fließen die sogenannten Grundsubstanzen: Qi/"Lebensenergie", Xue/"Blut", Jing/"Konstitution-Chromosomeninformation", Shen/"Geist-Seele" und die JinYe/"Körperflüssigkeiten". Die jeweiligen Übersetzungen sind in "" gesetzt, da ihre jeweilige Bedeutung sehr viel weiter gefasst ist, als sich dies in einem oder mehreren Worten übersetzen ließe.
Qi ist nicht nur Energie. (Gemäß der Prinzipien von Yin und Yang kann ein Ding nicht nur eine Qualität haben, sondern trägt immer auch ein wenig der neu entstehenden Qualität in sich) Qi hat auch einen Materiellen Anteil. "Qi ist Materie an der Grenze zum energetischen Zustand, Qi ist Energie am Übergang zur Materie".
Hier sind die Quantenphysiker gefragt!

Nach gleichem Muster funktioniert von Ausnahmen abgesehen, auch die üblicherweise als Kur verordnete Einnahme von Kräutern: die Eigenschaften der individuell kombinierten Arzneikräuter (wärmend-kühlend, anregend – beruhigend usw.) hilft dem Körper seine innere Balance, sein energetisches Gleichgewicht und damit Gesundheit wieder herzustellen.
Ich verordne Arzneikräuter in der Regel als Granulate die als Tee aufgegossen werden, oder als hydrophile Konzentrate, die mit Wasser oder Saft eingenommen werden. Tiere erhalten beides mit dem Futter.


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8. Welche Tiere kann man mit Akupunktur behandeln?

Grundsätzlich ist jedes Lebewesen mit Akupunktur und Arzneikräutern behandelbar. In der klinischen Praxis sind es v.a. Hunde und Pferde, die zur Behandlung vorgestellt werden.

Zu meinem großen Bedauern werden, gemessen an der Zahl der in den Haushalten vorhandenen Tiere, zu wenige Katzen vorgestellt. Dies hängt vermutlich, neben der Tatsache, dass Katzen nicht gerne transportiert werden, vor allem damit zusammen, dass ihre Besitzer glauben, eine solche Behandlung würde nicht toleriert. Dies ist aber nicht der Fall. Selbst sehr scheue Tiere (sofern sie überhaupt anzufassen sind) lassen sich sanft untersuchen, nadeln und sitzen (falls nötig) danach ruhig in ihrer Transportbox.

Auch landwirtschaftliche Nutztiere wie Schafe und Rinder, sowie Kaninchen und Vögel, sprechen sehr gut auf Chinesische Medizin an.

Traditionell wurden in China vor allem die landwirtschaftlichen Nutztiere mit Akupunktur behandelt. Noch heute wird auf den Schulen vor allem das Wissen über die Behandlung von Pferden, Rindern, Schafen, Kaninchen und Kamelen gelehrt. Das traditionelle Wissen über Hunde und Katzen war eher gering, da diese Tiere von nicht so großer Bedeutung waren, wie es hier und heutzutage der Fall ist. Die Bestimmung der Tiere galt vor allem ihrer Bedeutung als Arbeitstier oder zur Lebensmittelbeschaffung. Das "Feintuning", das wir z.B. unseren Reitpferden hinsichtlich ihrer Rittigkeit angedeihen lassen, wird ihrer heutigen Rolle als Hochleistungssportler meines Erachtens nur gerecht. Im alten China jedoch war die Aufgabe eines Pferdes normalerweise weniger spezialisiert.


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Es gibt 4 klassische Teilgebiete in der Osteopathie. (in jüngster Zeit entwickeln sich neue Teilgebiete oder spezialisierte untergeordnete Techniken wie die Biodynamische Osteopathie von James Jealous)

I. die strukturellen Techniken behandeln Störungen, die von den gelenkigen Verbindungen des Bewegungsapparates ausgehen.
Es werden entweder „härtere“ Techniken angewendet die für den Laien denen der Chiropraktik ähneln oder „weichere“ Techniken die mit Positionierung, Impulsbewegungen oder ähnlichem arbeiten.

II. die fascialen Techniken behandeln Störungen die von den bindegewebigen Hüllen, (den sog. Fascien) aller Körperteile ausgehen.
In der Therapie gibt es für den Patientenbesitzer nicht viel zu sehen da sich das therapeutische Geschehen zwischen der Körperoberfläche des Patienten und den Handinnenflächen des Therapeuten abspielt.
Für Therapeut und Patient wird es als eine eine Art „wabern“ oder „blubbern“ des Gewebes spürbar. In der Therapie benötigt man hierfür Zeit und Ruhe. Die Patienten genießen es und die Behandlungsergebnisse sprechen für sich.

III. Die visceralen Techniken behandeln Störungen die von den Organsystemen und ihren bindegewebigen Kontakten zueinander ausgehen. Behandelt wird mit speziellen Griffen im Bereich des jeweiligen Organs.
Im Verhältnis zur Humanmedizin ist ihre Anwendung beim Pferd durch die straffe Bauchdecke deutlich eingeschränkt. Beim Kleintier ergibt sich die Einschränkung vor allem durch die nur beschränkte Toleranz der Patienten gegenüber unangenehmem Druck. Einem Menschen kann man erklären das bestimmte therapeutische Notwendigkeiten unangenehm sind, er bleibt ruhig und weitgehend entspannt auf dem Tisch liegen. Ein schüchterner, ängstlicher oder auch dominanter Hund eher nicht.

IV. Die craniosacralen Techniken behandeln Störungen, die von den Bewegungen des Schädelknochens und des Kreuzbeins sowie ihrer schlauchartigen Verbindung über den Rückenmarkkanal ausgehen.
Auch hier gibt es nicht viel zu sehen da sowohl die Eigenbewegung von Kopf und Kreuzbein als auch die Einflussnahme durch den Therapeuten so minimale Dimensionen haben das sie sich der Wahrnehmung des Beobachters entziehen.
Auch hier erfährt die Anwendung eine gewisse Beschränkung, da nicht jedes Tier selbst minimale Einflüsse, insbesondere am Kopf, toleriert.
Die Tiere tolerieren die osteopathische Behandlung insgesamt als sehr angenehm und werden dabei sehr ruhig. Sehr ängstliche oder abwehrende Tiere lassen sich vor allem mit den weichen Techniken behandeln.


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10. Welche Grenzen hat die Chinesische Medizin?

Grenzen findet die CM (und andere Naturheil- oder Regulations-medizinische Verfahren) bei lebensbedrohenden Akutzuständen (akute Atemnot, allergischer Schock etc.) bei z.B. Frakturen oder Sehnenrupturen, schwerwiegenden organischen Schäden oder gar akutem Organversagen.

Eine Versorgung durch schulmedizinische Verfahren, wie antibiotische Therapie, der Einsatz von Cortisonen oder Chirurgie ist in diesen Fällen unbedingt erforderlich.

In fast jedem Fall aber ist es möglich, eine unterstützende Therapie zu geben, die die Selbstheilungskräfte verbessert, die Anfälligkeit des Körpers reguliert und der Lebensqualität förderlich ist.


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11. Wie geht die Behandlung vor sich?

Akupunktur
Es werden in der Regel Stahlnadeln verwendet ,die eine Dicke von 0,15- 0,3 mm Dicke haben. Der Einstich ist in der Regel wenig schmerzhaft (deutlich weniger schmerzhaft als eine Spritze) und löst ein sogenanntes Nadelgefühl (De Qi) aus. Dieses De Qi wird als Kribbeln oder Schweregefühl um die Nadel oder entlang des Meridians beschrieben. Die Anzahl der Nadeln richtet sich nach dem Alter des Patienten und dem Schweregrad seiner Erkrankung. In der Literatur wird von so wenig wie möglich Nadeln im Rahmen einer Therapie gesprochen, wobei der „Meister“ mit nur einer Nadel einen günstigen Krankheitsverlauf, im besten Fall die Lösung der fokussierten Probleme auslösen kann. Eine allgemeine Richtlinie (AG TChinesische Medizin) liegt bei nicht mehr als 8 Nadeln gleichzeitig.
Qualität ist also hier nicht gleich Quantität!

Chinesische Arzneikräuter
Da jedes Individuum einzigartig ist, wird den meisten Patienten auch eine einmalige, einzigartige auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Rezeptur verschrieben. Diese wird im Laufe der Behandlung modifiziert, da durch die zwischenzeitlichen Überprüfungen des sich verändernden Zustandes des Patienten eine optimale Wirkung erreicht werden soll.


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12. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

In der Regel treten keine unerwünschten Wirkungen auf. In manchen Fällen kommt es zu einer kurzfristigen Verschlimmerung der Beschwerden.

Eine Ausnahme bildet die Einnadeltherapie: hierbei kommt es in ca. 10 Prozent aller Fälle zu eben dieser „Erstverschlimmerung“, die um so deutlicher und länger anhaltend ist, je schwerer und älter die Erkrankung ist. Normalerweise dauert sie 1-4 Tage, längstens eine Woche. Nach der Verschlechterung kommt dann aber die Besserung.

Grundsätzlich muss beachtet werden, dass länger anhaltende Beschwerden sich aufeinander aufbauen und eine Heilung normalerweise den umgekehrten Weg ihrer Entstehung geht.


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13. Wie lange und wie häufig ist eine Behandlung mit Chinesische Medizin notwendig?

Ziel der Behandlung ist ja die Wiederherstellung der gesundheitlichen Balance.
Ist dieses Ziel erreicht, dann ist eine weitere Behandlung nicht mehr notwendig.
Hinsichtlich der Akupunktur sind dazu zwischen 3 und 12 Behandlungen notwendig.
Bei Menschen, je älter sie sind und je komplexer und/oder lang anhaltender die Schmerzen oder Probleme sind, umso länger muß behandelt werden. Tiere reagieren in der Regel schneller.
In der Arzneimitteltherapie sind als Grundlage 1-4 Monate notwendig.
In beiden Fällen sind, sofern die Harmonie des Körpers wieder aus dem Gleichgewicht geraten ist, Auffrischungsbehandlungen nötig.
Nur schwere chronische Erkrankungen erfordern langfristig Wiederholungen der Behandlung. In der Akupunktur z.B. alle 3-6 Wochen, in der Kräutermedizin alle 3-6 Monate.


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14. Akupunktur und Operationen

Die Vor und Nachbereitung von Operationen mit Akupunktur kann die Regeneration und Rehabilitation beschleunigen. Begleitende Symptome können vermieden oder zumindest reduziert werden. Vor allem Schmerzen und rezidivierende Infekte sprechen gut auf eine Akupunkturbehandlung an, was letztlich Medikamente einspart. Normale Körperfunktionen wie Trinkverhalten, Appetit, Ausscheidung werden in ihrer Selbstregulation gefördert. Die Durchblutung, der Tonus der Gewebe sowie Stoffwechselprozesse werden unterstützt und nach Möglichkeit ausbalanciert, was mehr Kraftreserven für die Rekonvaleszenz und aktive Therapien freisetzt.


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15. Literatur- und Websiteempfehlungen für Traditionelle Chinesische Medizin

Cheryl Schwartz: Traditionelle Chinesische Medizin für Hunde und Katzen, Sonntag Verlag.
Dies ist ein sehr anschauliches, praxisbezogenes Buch.
Ted Kaptschuk: Das Große Buch der Chinesischen Medizin.
Ted Kaptschuk ist einer der größten Kenner der Chinesischen Medizin im Westen. Er schafft es zumindest in den ersten 2 Dritteln des Buches Chinesische Medizin im „Badewannenstil“ zu vermitteln.
Ina Gösmeier: Akupressur bei Pferden
Dominique Giniaux: Healing Hands, Akupressur bei Pferden.
Christine Li und Ulja Krautwald haben zwei sehr interessante Bücher über Männer und Frauen geschrieben:
Für Sie: Der Weg der Kaiserin. - Für Ihn: Donner, Wind, Berg
Jedem, der etwas mehr über sich selbst im Kontext mit der Chinesischen Medizin und Philosophie erfahren möchte, kann ich diese Bücher empfehlen. Mehr erfahren Sie unter der Internetadresse: www.zinnoberfluss.de
www.tcminter.net - Dies ist die Website von Dr.med.sin Gunter Neeb. Er gilt als einer der profundesten Kenner chinesischer Medizin. Die Website gilt als eine der umfangreichsten TChinesische Medizin Seiten und ist für Laien wie für Spezialisierte gleichermaßen interessant. Darüber hinaus ist sie auch lustig!


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1. Golddrahtimplantation/Goldakupunktur. Wie-Was-Wofür?
Was ist eine Golddrahtimplantation?


Die Golddrahtimplantation ist ein Verfahren, welches bei Tieren angewendet wird. Indikationen sind vor allem chronisch degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, die schmerzhaft sind. Aber auch andere Erkrankungen sind hiermit behandelbar (s.u.).
Es werden hierbei kleine und kurze (ca. 0,5 – 1.5 mm große), 24-karätige Golddrahtstückchen an spezifischen Akupunkturpunkten, die je nach Punkt unter die Haut oder in die Muskulatur gebracht werden.
In der Regel ist hierzu eine kurze Sedation oder Narkose notwendig, da die Goldstückchen unter sterilen Bedingungen in den Körper implantiert werden sollen. Eine operative Nachsorge ist normalerweise nicht erforderlich. Infektionen sind theoretisch möglich, entsprechen aber nicht der klinischen Erfahrung.


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2. Mögliche Komplikationen

Die Risiken dabei sind sehr gering. Die bei Kleintieren i.d.R. notwendige Narkose ist durch ein Gegenmittel aufhebbar, die Narkosefähigkeit des Tieres sollte sowieso routinemäßig vor dem Eingriff festgestellt werden.
Eine mögliche Komplikation ist das versehentliche Implantieren eines Goldstückes in ein Gelenk. Bei sorgfältigem Vorgehen durch einen entsprechend versierten Tierarzt ist dieses Risiko aber denkbar gering.


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3. Bei welchen Tieren könnte eine Golddrahtimplantation hilfreich sein?
Eine wichtige Indikation ist der vorbeugende Einsatz der Golddrahtimplantation bei Zuständen wie z.B. der Hüftgelenksdysplasie junger Hunde. Früh genug eingesetzt, wird die Bildung einer schmerzhaften Arthrose verzögert, bzw. weitgehend verhindert.
Das Ziel der Behandlung ist, Schmerzen zu verringern, d.h. Lahmheiten zu verbessern oder bestenfalls zu beenden. Das Ergebnis ist eine Verbesserung der Lebensqualität, der Lebensfreude und der Beweglichkeit. Medikamentengaben können verringert oder beendet werden.
Bei bereits erkrankten Tieren gibt es die folgenden Indikationen:
Hüftgelenksdysplasie
Hüftgelenksarthrose
Knie- und Ellenbogengelenksarthrosen
Osteochondrosis dissecans verschiedener Gelenke, nach der notwendigen Operation
Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke, Spondylosen...
Bandscheibenvorfälle die nicht operativ versorgt werden müssen
Arthroseprophylaxe insbesondere bei jungen Hunden oder Katzen mit Hüfgelenksdysplasie/HD
Megaoesophagus Epilepsie Inkontinenz Die Liste ließe sich noch verlängern, in jedem Fall muss das Für und Wider gegeneinander abgewogen werden.

In meiner PraxisIn meiner Praxis werden Tiere, die für eine Golddrahtimplantation vorgesehen sind, im Vorfeld des Eingriffes akupunktiert. Ich möchte damit sicherstellen, eine Akupunkturpunktkombination zu finden, die dem Individuum sowohl hinsichtlich seiner Schmerzen, als auch hinsichtlich seines persönlichen Syndrom Musters entspricht. Kurz gesagt, ich möchte sicherstellen, dass die ausgewählten Punkte dem Tier auch helfen.


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